Im Sommer lag er in der Luft,
der schwere Geruch vom Rosenduft.

Er strömte in die Gemächer ein,
wo Dorian Gray nur konnte sein.
Wie ein Adonis sass er da,
seine Schönheit war zu sehen-
von fern und nah.

Sein Antlitz liess alle Welt erblassen-
ach, ihr Rosen,
wie musstet ihr den Jüngling hassen!

Auf dem Diwan hockte er und wich-
erst beim letzten Pinselstrich,
den der Künstler hat getan-
mit viel Liebe und stillem Wahn.

Wie sehr er auch seine Blicke hat gewendet-
es gab nichts mehr zu tun,
sein Werk, das war vollendet.

„Komm her, Dorian, und sieh dich an!“,
war der Spruch, der aus des Künstlers Munde kam.

Der Jüngling gehorchte seinen Bitten-
und trat mit federleichten Schritten
vor das prächtige Werk heran,
denn sehen wollte er,
was des Künstlers Hände haben getan.

Ein dumpfer Schrei entsprang aus ihm,
als sein Blick das Bildnis fing-
denn dem Jüngling wurde klar,
wie schön sein junges Antlitz war!

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